Sportverein Warmsen e.V. von 1948

 
 

Schach: Auswärtsniederlage gegen Rinteln

Schach: SV Warmsen verliert mit 4,5 : 3:5 knapp gegen den Tabellenführer aus Rinteln

Christian Ruhe

Das Dachgeschoss des ehemaligen Prinzenhofs in Rinteln sollte die Schlachtstätte der 3. Runde der Mannschaftmeisterschaft werden. Die Spielstätte ist ein mächtiges Renaissance-Fachwerkhaus, welches dem Hessischen Regenten Wilhelm VIII nach dem 30jährigen Krieg als Reisequartier diente und in dem er 1760 starb.

Gleich 4 Mannschaften des Schachklubs Rinteln empfingen hier ihre Gäste im Spiel der Könige. Der SV Warmsen trat in guter Besetzung und hoch motiviert an die Bretter.

Trotz erheblichen Schlafdefizits und nüchternen Magens hatte Christian Ruhe vom heimischen Verein am 5. Brett die Nase vorn. Schnell war die Eröffnung gespielt und die Figuren im Mittelspiel abgetauscht. Mit jeweils einem Turm einer Handvoll Bauern ging es jetzt ans Endspiel. Nicht jeden Bauern, den man schlagen kann, sollte man auch nehmen. Hier verschluckte sich der Nachziehende an einem vergifteten Bauern. Christian konnte dadurch einen Freibauen bilden, der sich unaufhaltsam in eine Dame verwandelte und die Begegnung entschied.

Kurze Zeit später verlor Karsten Lohstroh seine Partie am Nachbarbrett.  „Ich muss öfters mal mit Brille spielen“, war sein Kommentar kurz nach der Aufgabe. Seine Analyse ergab im Anschluss, dass ein mutiger Tausch zweier Springer gegen Turm und zwei Bauern bessere Aussichten versprochen hätten, die Initiative zu erringen.

Wie es geht, zeigte eine Stunde später Gerd Könemann für den SV Warmsen. Sein Rezept: Gut aus der Eröffnung kommen und den Gegner ständig unter Druck setzen. Seine Initiative wurde belohnt durch einen Freibauern, der letztlich die Partie zugunsten von Gerd entschied.

Weniger Glück hatte Uwe Buddensiek am Spitzenbrett. Ein Bauernopfer in der Eröffnung sollte die Initiative bringen. Leider unterlief dem Anziehenden in den anschließenden Verwicklungen ein Rechenfehler, der zum entscheidenden Materialverlust führte.

Noch stand es 2:2 und nichts war verloren.

Christian Bödeker einigte sich mit seinem Gegner in einer ausgeglichenen Partie auf ein Unentschieden. Ungewöhnlich war hier im Spielverlauf die hohe Figurenkonzentration beider Seiten im Zentrum des Bretts. Auch am 2. Brett kam es zur Punkteteilung. Uwe Anker übersah den Gewinnweg im 19. Zug und war am Ende froh, dass ihm kein weiterer Fehler passiert ist.

Lange Zeit roch es am 4. Brett auch nach Remis. Auch machte der junge Spieler aus Rinteln den ersten Fehler, aber was schließlich zählt, ist die Summe der Ungenauigkeiten. So blieb Wilhelm Bödeker nach vier Stunden nur, dem Gegner die Hand zu reichen und zum Sieg zu gratulieren.

Alle Augen richteten sich jetzt auf die letzte Begegnung, die über Punkteteilung oder Niederlage entscheiden sollte. Dietmar Kurse hatte dieses schwere Los zu tragen. In einer zunächst ausgeglichenen Partie gelang es ihm, sogar unter dem Druck das Zünglein an der Waage zu sein, eine Unachtsamkeit seines Gegners zu finden und zu nutzen. Eine Mehrfigur war der Lohn seiner Bemühungen. Auch der weitere Ausbau des Vorteils war, wie die anschließende Analyse zeigte, möglich gewesen.  In großer Not fand der Mannschaftsführer aus Rinteln dann doch noch ein Schlupfloch. Ein Dauerschach führte zum Unentschieden.

Aus Fazit bleibt festzuhalten: Der SV Warmsen hatte seine Chancen den Tabellenführer zu schlagen. In einer spannenden Begegnung gewann aber der SK Rinteln 2   mit 4,5 zu 3,5 Punkten. (Anker, 26.11.2017)

Meldung vom 26.11.2017Letzte Aktualisierung: 27.11.2017


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